Santé Solaire
Verbesserte Gesundheitsversorgung in Westafrika
Viele Gesundheitszentren in Burkina Faso, Niger, Senegal und Togo haben keine verlässliche Stromversorgung – mit fatalen Folgen, vor allem für Mütter und Kinder. Santé Solaire stattet 43 Einrichtungen mit Solarsystemen aus. So verbessert das Programm die Gesundheitsversorgung für über 290’000 Menschen nachhaltig und klimafreundlich. Zudem entsteht ein regionales Kompetenzzentrum, das Wissen bündelt, Fachkräfte qualifiziert und Photovoltaik im Gesundheitswesen dauerhaft verankert.
Licht für Huiléhoé
Togo
Erleben Sie hautnah die Installation einer Solaranlage auf einem ländlichen Gesundheitszentrum in Togo: In diesem Video geben die Menschen vor Ort direkte Einblicke in das Programm Santé Solaire.
Ausgangslage und Herausforderungen
In Subsahara-Afrika haben mehr als die Hälfte aller Gesundheitszentren keinen oder nur unzuverlässigen Zugang zu Elektrizität – eine der grössten Herausforderungen für eine funktionierende medizinische Versorgung.
Wenn die Nacht hereinbricht, liegen viele dieser Einrichtungen im Dunkeln. Mangels Alternativen benutzt das Gesundheitspersonal oft wenig geeignete Lösungen wie Taschenlampen oder teure und umweltschädliche Dieselgeneratoren.
In Westafrika beeinträchtigt das Fehlen von Licht die Qualität der medizinischen Versorgung erheblich, erschwert die Notfallbehandlung und gefährdet die Patient:innen, insbesondere gebärende Frauen und Neugeborene, mit teils fatalen Folgen.
In einer Gesundheitseinrichtung ist Strom kein Luxus – er ist eine Notwendigkeit, um Leben zu retten.
Unser Ansatz
Das Programm Santé Solaire nutzt die Kraft der Sonne, um Gesundheitseinrichtungen mit nachhaltiger, unterbrechungsfreier Energie zu versorgen. Innerhalb von vier Jahren werden 42 Gesundheitszentren in Burkina Faso, Niger, Senegal und Togo mit hochwertigen Solarsystemen ausgestattet. Diese ermöglichen Licht um die Gesundheitszentren herum und in den Räumen, die Kühlung von Impfstoffen sowie das Betreiben von Ventilatoren und medizinischen Geräten.
Das Gesundheitspersonal wird in Betrieb, Wartung und Nutzung der Systeme wiederholt geschult. Lokale Solarfirmen übernehmen bei Bedarf Reparaturen. Um langfristige Funktionalität sicherzustellen, werden lokale Akteur:innen eingebunden und die Bevölkerung aktiv in Planung und Bau integriert. Zudem fördert das Projekt den Wissensaustausch zwischen den Programmländern, um voneinander zu lernen und Synergien zu nutzen.
Parallel entsteht in Dakar (Senegal) ein regionales Kompetenzzentrum. Es bündelt Fachwissen, stärkt lokale Kapazitäten und verankert Photovoltaik im Gesundheitswesen langfristig. Das Zentrum fördert den Austausch von Erfahrung, verbreitet bewährte Praktiken, qualifiziert Solarfachkräfte und bietet technische Beratung.
Seit
Jahresbudget
Aktuelle Programmphase
Umsetzungspartner
- Entreprise SETHI, Burkina Faso
- Kekeli (Verein), Togo
- Association Conscientisation et Réflexion pour la Promotion de l’Elevage (ACRPE), Niger
Ziele 2023-2025
- Innerhalb von drei Jahren ist der Grundbedarf an Strom in 47 Gesundheitszentren nachhaltig gedeckt.
- Die medizinische Versorgung in benachteiligten Gemeinden ist für rund 365’000 Menschen deutlich verbessert.
- CO₂-Emissionen sind reduziert oder werden präventiv vermieden.
- Lokale Kompetenzen in Installation, Wartung und Betrieb von Solartechnologie sind gestärkt.
Wirkung
Die Wirkung des Programms Santé Solaire zeigt sich dort, wo sie am meisten gebraucht wird: im Alltag der Menschen. Das Gesundheitspersonal kann nachts sicher arbeiten, medizinische Eingriffe sind präziser und risikoärmer, und Patient:innen suchen nun auch in der Dunkelheit Hilfe – ohne bis zum Morgen zu warten.
Ein Arzt aus dem Gesundheitszentrum Toangha in Burkina Faso berichtet: «Früher musste ich oft einen Weg suchen, um in völliger Dunkelheit eine Infusion zu legen. Das war riskant. Dank der Solaranlage gehört das der Vergangenheit an.»
Auch ausserhalb der Behandlungsräume zeigt das Licht Wirkung: «Wir orientieren uns in der Nacht nun am Licht des Gesundheitszentrums in unserem Dorf. Kinder kommen abends sogar zum Lernen, es ist zu unserem Treffpunkt geworden», erzählt Mariam, eine Patientin im Gesundheitszentrum Gorpil-la, Burkina Faso.
Die solare Elektrifizierung ist ein entscheidender Schritt, um die Gesundheitsversorgung in Afrika zugänglicher, verlässlicher und qualitativ besser zu machen – heute und in Zukunft.
Nach Abschluss der aktuellen Phase wird das Programm Santé Solaire in einer weiterentwickelten Form fortgeführt.
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365’000 Menschen
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