Integration durch Solartechnik

Awet & Berivan präsentieren das Gelernte auf der Abschlussveranstaltung der Ausbildungswoche.

Berivan ist Maschinen-Ingenieurin. Vor gut zwei Jahren musste sie von Syrien in die Schweiz flüchten. Sie ist wissbegierig, intelligent und möchte ihre technischen Fähigkeiten nutzen. Berivan ist eine von acht jungen Menschen des innovativen Pilotprojekts „Solare berufliche Integration” in Büren an der Aare. Alle Teilnehmenden sind anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene aus Eritrea, Somalia, Ghana oder Syrien. Sie alle sind technisch versiert. Und sie alle interessieren sich für Solartechnik.

Das Projekt hat zum Ziel, die Arbeitsintegration von Personen mit einem Aufenthaltsrecht zu fördern. In der letzten Woche besuchte Berivan zusammen mit den anderen Teilnehmenden ein Einführungstraining. Sie lernten die Theorie der Photovoltaik und die Grundlagen der Elektrizität kennen, experimentierten mir Solarzellen, Wechselrichtern und anderen Komponenten einer Solaranlage. „Ich habe das erste Mal gesehen, wie Solarenergie funktioniert“, sagt Berivan. Im Anschluss an den Kurs werden die jungen Menschen ein bezahltes Berufspraktikum bei einer renommierten Schweizer Solarfirma absolvieren.

Das Projekt kam auf Initiative der unabhängigen Schweizer Non-Profit-Organisation Solafrica, dem Sozialunternehmen „Youth on the Roof“, dem Schweizerischen Fachverband für Sonnenergie Swissolar sowie dem Ausbildungs- und Integrationsprogramm In-Limbo zustande. Die Partner haben grosse Pläne: Sie wollen ihr Projekt auf die ganze Schweiz ausweiten. Zukünftig sollen auch abgewiesenen Asylsuchenden integriert werden, damit sie eine existenzsichernde Perspektive für die Rückkehr in ihre Herkunftsländer haben.

Die acht Teilnehmenden des Pilotprojekts am letzten Tag des Einführungskurses – die Stimmung ist toll!

Berivan blickt mit einem Lächeln auf die vergangenen Kurstage zurück: „Es war interessant, aber jetzt freue ich mich, auf das Praktikum!“, sagt die Maschinen-Ingenieurin. Die Praktika sind so ausgelegt, dass sich die Teilnehmenden bei guten Arbeitsleistungen für eine Anschlusslösung empfehlen können. Je nach Alter und persönlichen Voraussetzungen könnte dies eine formale Ausbildung oder eine Anstellung als ungelernte Hilfskraft sein. Berivan kann sich gut vorstellen, zukünftig als Solartechnikerin zu arbeiten.

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